Wie in jeder Branche gibt es die, die es ernst meinen, und andere, die sich vor allem als Vorreiter der Nachhaltigkeit inszenieren, in Wahrheit aber nur den Schein wahren. Dafür gibt es einen Begriff: Greenwashing: Ein Bruchteil des Produktionsprozesses von Kleidung wird nachhaltig gestaltet, und genau das wird übertrieben ins Rampenlicht gerückt. Beim Greenwashing liegt der eigentliche Fokus immer noch darauf, mit den Produkten so viel Gewinn wie möglich zu machen.
Das GOTS-Label ist DAS internationale Standardlabel für Biotextilien. Es garantiert, dass die Textilfasern aus biologischem Anbau stammen. Außerdem muss die Produktion umweltfreundlich & sozial verantwortlich erfolgen. Dieses Label bekommt ein Produkt nicht einfach so: Es muss strenge Qualitätsanforderungen erfüllen & wird genau kontrolliert.
Das EU Ecolabel ist das offizielle europäische Umweltzeichen für Non-Food-Produkte und Dienstleistungen. Du willst eine nachhaltige Wahl treffen? Dann achte einfach auf das Logo mit der Blume. Nur Produkte, die die strengen Anforderungen über den gesamten Lebenszyklus erfüllen, von der Gewinnung des Rohstoffs bis zu dem Moment, in dem das Produkt zu Abfall wird, können zertifiziert werden.
Die Fair Wear Foundation ist eine unabhängige Multi-Stakeholder-Organisation. Eine Marke mit diesem Label garantiert, dass ihre Produkte fair hergestellt werden. Das heißt, dass ihre Beschäftigten in einer sicheren Arbeitsumgebung arbeiten & einen fairen Lohn bekommen. Alle Marken, die sich Fair Wear anschließen, arbeiten an der Umsetzung der acht Arbeitsstandards von Fair Wear.
Eine sichere Arbeitsumgebung zu schaffen, geht über die Sicherheit des Gebäudes hinaus: Es bedeutet auch keine Kinder- oder Zwangsarbeit, keine Diskriminierung am Arbeitsplatz und dass den Arbeiterinnen und Arbeitern zugehört wird. Ein fairer Lohn ist mehr als nur ein Mindestlohn oder ein Existenzminimum. Die Arbeitszeiten müssen angemessen sein & die Beschäftigten müssen dafür genug bezahlt bekommen. Außerdem braucht es einen rechtsverbindlichen Arbeitsvertrag, also einen fairen und rechtmäßigen Vertrag.
Die Fair Wear Foundation sorgt für regelmäßige Kontrollen, um zu prüfen, ob diese Regeln auch tatsächlich eingehalten werden.
„Trade, not aid“ ist ein Grundprinzip von Fairtrade. Fairtrade bietet ein System, das internationalen Handel mit mehr Gerechtigkeit, Respekt und Gleichberechtigung möglich macht. Dieses System stellt alle beteiligten Akteure auf Augenhöhe. Eine der ersten Aufgaben von Fairtrade besteht darin, den Markt für zertifizierte Produzenten zu öffnen. Eine weitere Aufgabe ist es, Brücken zwischen allen Beteiligten zu schlagen, um sie auf die Herausforderungen des fairen Handels aufmerksam zu machen. Diese sind heute nicht mehr von den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) zu trennen.
Slow Fashion steht für ein Modebewusstsein und einen Ansatz, der die Verfahren und Ressourcen berücksichtigt, die für die Herstellung von Kleidung nötig sind. Sie fördert den Kauf von Kleidung in höherer Qualität, die länger hält, sowie einen fairen Umgang mit Menschen, Tieren und Umwelt. Bei der Auswahl unserer Marken und Kollektionen achten wir immer auf Nachhaltigkeit. So findest du bei uns eine große nachhaltigere Kleidungskollektion (die du übrigens mit Öko-Schecks bezahlen kannst!).
Geschäfte, die jede Woche neue Kollektionen haben, sind ein Beispiel für Fast Fashion. Diesen Geschäften geht es um Profit & sie wollen so schnell wie möglich dem neuesten Trend folgen. Wie die Kleidung hergestellt wird oder welche Auswirkungen sie auf die Natur hat, ist ihnen egal. Die Qualität von Fast-Fashion-Kleidung ist oft schlecht & nicht funktional, weshalb sie nur eine kurze Lebensdauer hat.
LENZING ECOVERO
Lenzing EcoVero ist die nachhaltige Version von Viskose. Lenzing EcoVero wird aus Holzzellstoff von Bäumen aus natürlich bewirtschafteten, erneuerbaren und FSC- oder PEFC-zertifizierten Wäldern hergestellt. Diese Bäume wachsen in Europa und der Zellstoff wird in Österreich produziert. Dabei liegt der Fokus auf maximaler Nachhaltigkeit, was sich unter anderem im ‚Closed-Loop‘-Produktionsprozess zeigt. Die Chemikalien, mit denen das Holz zu Zellstoff aufgelöst wird, werden immer wieder verwendet. Der Zellstoff wird zu 100 % chlorfrei gebleicht und im Vergleich zur herkömmlichen Viskoseproduktion entstehen 50 % weniger Emissionen, außerdem wird nur die Hälfte an Wasser und Energie verbraucht.
TENCEL
Tencel ist der Markenname der Faser Lyocell. Der Stoff wird aus Holz hergestellt, meistens aus Eukalyptusbäumen. Diese Bäume brauchen im Vergleich zu Baumwolle viel weniger Dünger und Pestizide zum Wachsen. Außerdem verbrauchen Eukalyptusbäume 80 % weniger Wasser als Baumwolle. Die Bäume brauchen keine Bewässerung und das Wasser wird recycelt: ein ‚Closed Loop System‘. Die Chemikalien werden aufgefangen und wiederverwendet.
ECONYL
Econyl, regeneriertes Nylon, ist ein Produkt, das 2011 auf den Markt kam. Econyl wird komplett aus Meeres- und Deponieabfällen hergestellt, zum Beispiel aus Industrieplastik, Stoffresten von Bekleidungsherstellern, alten Teppichen und „Geisternetzen“. Der Vorteil einer solchen recycelten Faser: Sie ist sehr elastisch, trocknet schnell (praktisch für Sport- und Badebekleidung) und kann komplett wasserdicht gemacht werden, etwa für Regenjacken. Außerdem knittert sie nicht, ist formstabil und robust.
LEINEN
Leinen wird aus Flachs hergestellt. Dürfen wir kurz ein bisschen Lokalpatrioten sein? Brooklyn wurde in Kortrijk geboren, und diese Stadt war Ende des 18. Jahrhunderts und einen Großteil des 19. Jahrhunderts das Epizentrum des Flachsanbaus. Alles spielte sich an der Leie ab, die auch ‚The Golden River‘ genannt wurde. Leinen ist eine der Fasern mit dem kleinsten ökologischen Fußabdruck. Für die Herstellung von Leinen braucht man weniger Land, Wasser, Transport (europäisch), Energie, Pestizide und Herbizide als für die meisten anderen Stoffe. Entscheide dich also für Leinen, du kannst es ganz easy das ganze Jahr über tragen!
HANF
Hanf ist eine der am schnellsten wachsenden Nutzpflanzen der Welt; er wächst doppelt so schnell wie Baumwolle. Er kann sogar mehrmals im Jahr geerntet werden. Die Pflanze braucht kaum Dünger und Pestizide und nur wenig Wasser. Außerdem kann sie als ‚Reinigungspflanze‘ eingesetzt werden, um Abwasser zu klären. Übrigens findest du Hanf immer öfter in Jeans!
Das ist natürlich ganz schön viel auf einmal, und wir verstehen gut, dass es für dich als Kunde oder Kundin kompliziert ist. Aber mit diesen 4 Tipps im Hinterkopf shoppst du ab jetzt mit reinem Gewissen!
Wusstest du, dass die Artikel aus unserer nachhaltigeren Kollektion einen Öko-Sticker haben? All diese Öko-Artikel kannst du mit deinen Öko-Schecks bezahlen, das macht dir eine nachhaltige Entscheidung leichter. Mehr erfahren? Klick hier
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